Anthurium
Anthurium, auch Flamingoblume genannt, ist mit mehr als 1000 Arten die wohl artenreichste Gattung der Aronstabgewächse. Sie ist in den Tropen Mittel- und Südamerikas und auf den Karibischen Inseln verbreitet.
Anthurien wachsen immergrün, meist epiphytisch, manchmal auch am Boden. Viele Arten bilden nur ein spärliches Wurzelwerk und keinen Stamm, die Blätter wachsen direkt aus dem Wurzelstock. Als Zimmerpflanze findet man vor allem zwei Arten: die große Flamingoblume Anthurium andraeanum und die kleine Anthurium scherzerianum. Die meist lanzettlichen Blätter können über 60 cm lang werden.
Die gängigsten Arten sind Hybriden, die es in jeder Gärtnerei und manchmal sogar im Supermarkt gibt. Viele Wildarten sind für das Zimmer nicht unbedingt zu empfehlen, weil sie besondere Ansprüche an Licht, Temperatur und Wärme stellen. Mit Pflanzenlampen, Heizmatten und Ventilatoren lässt sich das aber ausgleichen.
Pflege: Anthurien fühlen sich bei 19 bis 23 °C am wohlsten und lieben hohe Luftfeuchtigkeit, die du im normalen Zimmer am besten mit einem Luftbefeuchter oder Vernebler erreichst. Wenn möglich, nimm Regenwasser statt Leitungswasser. Vermeide Staunässe, das Substrat sollte aber auch nicht richtig austrocknen. Im Sommer düngst du regelmäßig, im Winter nur wenig bis gar nicht.
Vermehren: Stecklinge funktionieren sehr gut, auch Abmoosen ist eine hervorragende Methode.
Unter Liebhabern sind die Naturformen wegen ihrer dekorativen Blätter besonders beliebt, zum Beispiel Anthurium warocqueanum, Anthurium crystallinum, Anthurium esmeraldense und Anthurium luxurians.
Anthurium Arten und Sorten im Überblick
Unter den Arten, die Sammler besonders schätzen, sind vor allem solche mit auffälligen Blättern. Hier eine Auswahl.
Anthurium clarinervium
Herzförmige, dicke Blätter mit auffällig hellen Blattadern. Neben der grünen Art gibt es panaschierte Formen, die deutlich seltener sind.
Anthurium crystallinum
Große, samtige, herzförmige Blätter mit silbrig-weißen Adern.
Anthurium warocqueanum
Sehr lange, schmale, samtige Blätter. Die Art stellt höhere Ansprüche an Wärme und Luftfeuchtigkeit und ist eher etwas für erfahrene Pflanzenfreunde.
Anthurium vittarifolium
Lange, schmale, riemenförmige Blätter, die mit der Zeit überhängen. Auch hier gibt es panaschierte Formen.
Anthurium FAQ
Ist Anthurium giftig?
Ja. Wie andere Aronstabgewächse enthält Anthurium Calciumoxalat-Kristalle. Wird die Pflanze gekaut oder gegessen, kann das zu Reizungen in Mund und Rachen führen. Wenn kleine Kinder oder Haustiere im Haushalt leben, sollte man die Pflanze entsprechend aufstellen.
Welches Substrat eignet sich?
Das Substrat sollte sehr luftig sein, zum Beispiel mit Rinde und Perlite. Die Wurzeln brauchen Luft, Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.
Warum werden die Blätter an den Rändern braun?
Häufig ist die Luft zu trocken oder es steht zu viel Wasser im Substrat. Beides lässt sich meist mit etwas mehr Luftfeuchtigkeit und gleichmäßigerem Gießen verbessern.
Welche Temperatur brauchen Anthurium?
Sie mögen es warm. Die Temperatur sollte möglichst nicht unter 18 °C fallen.
Versand im Winter
Anthurium sind kälteempfindlich. In der kalten Jahreszeit versenden wir Pflanzen deshalb immer mit Heatpack. Nach der Lieferung sollte die Pflanze zügig ausgepackt werden.
Unsere aktuellen Anthurium findest du in der Kategorie Anthurium im Shop.
Die Anthurium-Diashow
Unter dem jeweiligen Foto findet sich die korrekte lateinische Bezeichnung.
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